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Prüfen, rufen, drücken: DRK wirbt für Wiederbelebung

Eine Frau mit Kind an einem Info-Stand des DRK BiberachFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Am Stand konnten sich Passanten über Angebote des DRK informieren.
DRK-Mitarbeitende zeigen die Wiederbelebung an einer PuppeFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Notfallsanitäterinnen des DRK-Kreisverband sowie Dr. Abraham Hartoyo vom Sana-Klinikum (links) zeigten den Passanten die Reanimation an einem Dummy.
Mehrere Personen in DRK-Kleidung an einem Info-StandFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Nina Grambihler (absolviert die Ausbildung zur Notfallsanitäterin), Dr. Matthias Petscher (Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Sana-Klinikum), Dr. Abraham Hartoyo (Assistenzarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am Sana-Klinikum) und Annika Ego (absolviert die Ausbildung zur Notfallsanitäterin) sowie Kreisausbilder Manfred Rommel (v. l.) machten die Menschen auf dem Biberacher Marktplatz auf die Woche der Wiederbelebung aufmerksam.

Aktionsstand auf dem Biberacher Marktplatz macht lebensrettende Handgriffe praktisch erlebbar.

Wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht und nicht mehr atmet, bleiben oft nur wenige Minuten, um Schlimmeres zu verhindern. Was in einer solchen Situation zu tun ist, zeigte der DRK-Kreisverband Biberach am Samstag zum Auftakt der Woche der Wiederbelebung auf dem Biberacher Marktplatz. Gemeinsam mit dem Sana-Klinikum Biberach informierte das DRK über Laienreanimation und lud Passanten dazu ein, die Herzdruckmassage selbst an einer Reanimationspuppe auszuprobieren.

Dabei ging es um eine einfache Reihenfolge: prüfen, rufen, drücken. Zunächst wird kontrolliert, ob die betroffene Person ansprechbar ist und normal atmet. Dann wird über die 112 der Rettungsdienst alarmiert. Anschließend beginnt die Herzdruckmassage. Die Disponenten der Leitstelle unterstützen dabei am Telefon.

„Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute“, sagte Manfred Rommel, Kreisausbildungsleiter des DRK-Kreisverbands Biberach. „Pro Minute, die ohne Wiederbelebungsmaßnahmen verstreicht, sinkt die Überlebenschance um etwa zehn Prozent.“

Am Aktionsstand konnten Besucher die Herzdruckmassage selbst ausprobieren und sich von den Fachleuten die richtige Technik zeigen lassen. Gerade diese praktische Erfahrung sei wichtig, sagte Rommel: „Wer einmal selbst eine Herzdruckmassage ausprobiert hat, weiß, was im Notfall zu tun ist.“

Die bundesweite Woche der Wiederbelebung findet vom 21. bis 27. September statt. Unter dem Motto „Prüfen - Rufen – Drücken“ soll sie dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und mehr Menschen mit den grundlegenden Handgriffen der Laienreanimation vertraut zu machen.

Auch Kinder konnten am Biberacher Marktplatz an der Übungspuppe erste Erfahrungen mit dem Thema sammeln. Nach dem praktischen Training erhielten sie eine Lebensretter-Urkunde des Sana-Klinikums mit einem Biber als Superheld.