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Modernisierte Rettungswache Laupheim offiziell in Betrieb

Eine große Menschengruppe bei der Einweihung der Rettungswache Laupheim.Foto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Bei einem kleinen Festakt waren viele Besucher da – diese konnten sich die neuen Räumlichkeiten anschauen.
Landrat Mario Glaser spricht bei der Einweihung der Rettungswache LaupheimFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Landrat und Präsident des DRK-Kreisverbands, Mario Glaser, sprach bei der offiziellen Inbetriebnahme der neu sanierten Wache.
Die Fahrzeughalle der Rettungswache Laupheim.Foto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Auch die Fahrzeughalle hat einen neuen Anstrich erhalten.
Der Briefkasten der Rettungswache LaupheimFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Die Rettungswache in Laupheim wurde umfassend saniert und modernisiert.
Der Laupheimer Oberbürgermeister Ingo Bergmann bei der Eröffnung der Rettungswache LaupheimFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Der Laupheimer Oberbürgermeister Ingo Bergmann betonte, dass die neu sanierte Wache ein weiterer wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung am Standort Laupheim sei.

370.000 Euro investiert: Sanierung verbessert Arbeitsbedingungen und stärkt die Notfallversorgung.

Der DRK-Kreisverband Biberach hat seine Rettungswache in Laupheim umfassend saniert und erweitert. Rund 370.000 Euro wurden in den Standort investiert, der für die Notfallversorgung im nördlichen Landkreis Biberach und bis in den angrenzenden Alb-Donau-Kreis hinein eine wichtige Rolle spielt. Nach rund drei Jahren Bauzeit im laufenden Betrieb wurde die modernisierte Rettungswache offiziell in Betrieb genommen.

„Die Modernisierung der Wache ist ein sehr gelungenes Projekt“, sagte Mario Glaser, Landrat und Präsident des DRK-Kreisverbands Biberach beim offiziellen Festakt. Der Standort sei ein wichtiger Baustein der flächendeckenden Notfallversorgung. Von Laupheim aus werden neben der Stadt mit Baustetten, Bihlafingen, Ober- und Untersulmetingen auch Achstetten, Mietingen, Schemmerberg, Baltringen sowie als zweite zuständige Rettungswache Teile der Gemeinden von Burgrieden und Schwendi versorgt. Das Einsatzgebiet reicht zudem in den Alb-Donau-Kreis hinein, unter anderem nach Rißtissen, Hüttisheim und Schnürpflingen.

Wie stark der Standort gefordert ist, zeigen die Einsatzzahlen. Im Jahr 2025 wurden von der Rettungswache aus mehr als 3.000 Rettungswageneinsätze gefahren. Hinzu kamen 771 Notarzteinsätze und rund 1.200 Krankentransporte. 35 Mitarbeitende sorgen gemeinsam mit etwa 35 Notärztinnen und Notärzten für die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung.

Die Investition von rund 370.000 Euro wurde gemeinsam von den Krankenkassen, dem Landkreis Biberach und dem DRK-Kreisverband Biberach getragen. Ein Großteil der Kosten entfällt dabei auf die Krankenkassen. „Für diese Unterstützung möchten wir uns herzlich bedanken“, sagte Glaser. 

Auch für die Stadt Laupheim hat die modernisierte Wache eine besondere Bedeutung. Oberbürgermeister Ingo Bergmann erinnerte daran, dass nach der Schließung der früheren Klinik das Ärztehaus nebenan saniert worden sei. Die Rettungswache sei nun ein weiterer wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung am Standort Laupheim. „Ich bin dankbar, dass diese Modernisierung möglich gemacht werden konnte“, sagte Bergmann. 

Im Gebäude hat sich einiges verändert. Die Aufenthaltsbereiche, die Sanitärräume und der Garagentrakt wurden saniert, ebenso der Schulungsraum für die Ausbildung der Notfallsanitäter und das Zimmer für den Notarzt. Eine zusätzliche Treppe führt direkt von der Wache in Richtung Fahrzeughalle und verkürzt damit die Wege der Einsatzkräfte.

„Wir gewinnen dadurch im Einsatzfall entscheidende Sekunden“, betonte Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Biberach. „Für den Rettungsdienst und den Notarzt gelten gesetzlich definierte Zeiten. Jeder Zeitgewinn beim Ausrücken kann dazu beitragen, Patientinnen und Patienten noch schneller zu erreichen und die medizinische Versorgung frühestmöglich einzuleiten.“ Gerade bei Notfalleinsätzen seien kurze, sichere und ungehinderte Wege von zentraler Bedeutung. Die baulichen Veränderungen dienten daher nicht nur der Optimierung der Arbeitsabläufe, sondern vor allem der Einsatzbereitschaft, der Arbeitssicherheit und einer möglichst schnellen Alarmabfahrt von Rettungsdienst und Notarzt.

Auch technisch wurde die Rettungswache aufgewertet. Moderne Digitalfunktechnik sorgt für eine belastbare Kommunikation, Alarmmonitore übermitteln Einsatzinformationen schnell an die Besatzungen. Durch die Erweiterung steht außerdem mehr Platz für die Rettungsmittelvorhaltung (RTW) zur Verfügung.

Zum Standort gehören heute ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zwei Rettungswagen (RTW) sowie ein Krankentransportwagen (KTW). Die Rettungswache ist zudem eine anerkannte Lehrrettungswache. Beim DRK im Landkreis Biberach werden aktuell 42 junge Menschen zum Notfallsanitäter ausgebildet, die nach 3 Jahren mit dem Staatsexamen endet. Im Rahnen der zivilmilitärischen Zusammenarbeit zudem 9 Soldaten der Bundeswehr.   

Die Notfallversorgung in Laupheim wurde zuletzt noch um einen weiteren Baustein ergänzt. Seit dem 1. April 2026 ist am Standort rund um die Uhr ein Helfer-vor-Ort-Fahrzeug verfügbar. 15 Einsatzkräfte aus Haupt- und Ehrenamt stehen dafür zur Verfügung. Bereits in den ersten Monaten konnten rund 60 Einsätze übernommen werden. Die Helfer können damit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes das „therapiefreie Intervall“ überbrücken und insbesondere bei zeitkritischen Notfällen wertvolle Minuten gewinnen.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme galt der Dank den Krankenkassen und dem Landkreis für die Finanzierung und Begleitung des Projekts. Anerkennung gab es außerdem für die Leitung der Rettungswache und die Mitarbeitenden, die den Betrieb während der Bauphase aufrechterhalten haben. Gedankt wurde ebenso den Notärztinnen und Notärzten, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den beteiligten Handwerksbetrieben und weiteren Partnern.