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Hunde helfen, suchen und retten: DRK beim Tierheimfest in Biberach

Zwei Frauen vom DRK demonstrieren Erste Hilfe am HundFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Carmen Rommel (links) zeigt, worauf es bei der Ersten Hilfe am Hund ankommt.
Ein Mann mit Kind auf dem Arm informiert sich an einem DRK-StandFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Besucher konnten sich über die Arbeit der Therapiehunde informieren.
Eine Vorführung der RettungshundestaffelFoto: Tierheim Biberach
Die Besucher konnten sich von der Arbeit der Rettungshunde bei einer Vorführung überzeugen.
Eine Vorführung der Rettungshundestaffel des DRKFoto: Tierheim Biberach
Die Besucher konnten sich von der Arbeit der Rettungshunde bei einer Vorführung überzeugen.
Eine Vorführung der Rettungshundestaffel des DRKFoto: Tierheim Biberach
Die Besucher konnten sich von der Arbeit der Rettungshunde bei einer Vorführung überzeugen.

Rettungs- und Therapiehundeteams zeigen ihre Arbeit und informieren über Erste Hilfe am Hund.

Ob als Lebensretter im Wald, als Begleiter in einer Pflegeeinrichtung oder als geduldiger Helfer im Umgang mit Menschen: Hunde können beim Deutschen Roten Kreuz ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Beim Tierheimfest in Biberach präsentierten sich deshalb sowohl die Rettungshundestaffel als auch die Therapiehundegruppe des DRK-Kreisverbands Biberach. An beiden Tagen konnten Besucherinnen und Besucher die Arbeit der ehrenamtlichen Teams kennenlernen, Fragen stellen und bei Vorführungen erleben, was hinter der Ausbildung der Hunde steckt.

Besonders anschaulich wurde es bei den Rettungshunden. An beiden Tagen zeigten die Teams Ausschnitte aus ihrem Training. Dazu gehörten Elemente aus der Unterordnung, dem Mantrailing und Übungen mit einem Tunnel. Zwölf ehrenamtliche Mitglieder waren vor Ort und erklärten den Besuchern, wie die Hunde auf ihre anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet werden.

„Wir wollen zeigen, was unsere Hunde können und vor allem erklären, was hinter der Rettungshundearbeit steckt“, sagte René Engelmeyer. Er ist seit sechs Jahren dabei und trainiert mit seiner achtjährigen Hündin Ayla, einem Border-Collie-Labrador-Mix. Insgesamt gehören rund 25 Ehrenamtliche zur Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbands Biberach. Mit 22 Hunden trainieren sie am Wochenende über den gesamten Landkreis verteilt - im Wald ebenso wie in bebauten Gebieten, Kiesgruben oder Firmengeländen.

Donnerstags treffen sich die Mitglieder in Ochsenhausen auf dem Hundeplatz zum gemeinsamen Training. Dabei geht es nicht nur darum, den Hunden Suchaufgaben beizubringen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier muss im Einsatz zuverlässig funktionieren. Die Staffel ist deshalb immer auf der Suche nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten. „Wir freuen uns auch über neue Trainingsgebiete und über Menschen, die uns bei unseren Übungen unterstützen - auch wenn sie keinen eigenen Hund haben“, sagt Engelmeyer. Wer als Helfer unterstützen möchte oder Trainingsgebiete anbieten möchte, kann sich unter rettungshunde@drk-bc.de melden.

Rettungshunde können insbesondere bei der Suche nach vermissten Menschen eine wichtige Unterstützung sein. Flächensuchhunde suchen dabei ein bestimmtes Gebiet systematisch nach menschlicher Witterung ab. Mantrailer verfolgen dagegen den individuellen Geruch einer vermissten Person anhand eines Geruchsträgers. 

Etwas andere Aufgaben haben die Therapiehunde des DRK. Fünf Teams nutzten das Tierheimfest, um über ihre ehrenamtliche Arbeit zu informieren. Aktuell gehören zehn Teams sowie zwei Helfer und die Gruppenleitung zur Therapiehundegruppe.

Die ausgebildeten Ehrenamtlichen besuchen mit ihren Hunden unter anderem Kindergärten und Schulen sowie Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe und unterstützen dort Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Die Hunde können soziale Kontakte erleichtern, Ängste abbauen, Freude vermitteln und Menschen motivieren, Beziehungen aufzubauen. Dabei geht es nicht um eine tierische Therapie im medizinischen Sinne, sondern um tiergestützte Arbeit, bei der die speziell ausgebildeten Hunde gemeinsam mit ihren Halterinnen und Haltern eingesetzt werden.

Das Tierheimfest bot dafür eine passende Gelegenheit, denn viele Besucher kamen mit eigenem Hund oder interessieren sich grundsätzlich für die Arbeit mit Tieren. Die Mitglieder der Therapiehundegruppe nutzten den direkten Austausch deshalb auch, um über die Ausbildung und die Voraussetzungen für ein mögliches ehrenamtliches Engagement zu informieren.

Am Stand des DRK ging es außerdem um eine Frage, die jeden Hundebesitzer betreffen kann: Was tun, wenn der eigene Hund verletzt ist oder plötzlich erkrankt? Kreisausbildungsleiter Manfred Rommel zeigte mit anderen Ehrenamtlichen deshalb Erste Hilfe am Hund und gab praktische Hinweise für den Ernstfall. „Gerade bei einem Unfall ist es wichtig, ruhig zu bleiben und zu wissen, wie man seinem Hund als Erstes helfen kann“, sagte Rommel. 

Wer dieses Wissen vertiefen möchte, kann beim DRK regelmäßig an entsprechenden Kursen teilnehmen. Rund vier bis sechs Termine werden pro Jahr angeboten. Der nächste vierstündige Kurs findet am 18. September um 15 Uhr in Biberach statt, ein weiterer Termin ist am 9. Oktober um 18 Uhr in Ochsenhausen. Die Teilnahme kostet 40 Euro. Weitere Informationen gibt es hier.