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Ein Jahr, das prägt: Warum ein FSJ beim DRK Biberach mehr ist als nur ein Zwischenstopp

Ein Portraitfoto einer jungen FrauFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Anna Aßfalg
Ein Portraitfoto einer jungen FrauFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Annika Thömmes
Ein Portraitfoto einer jungen FrauFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Lena Armbruster
Ein Portraitfoto eines jungen MannesFoto: DRK-Kreisverband Biberach e. V.
Maximilian Berg

Vier junge Menschen berichten über ihre Erfahrungen im Krankentransport und Rettungsdienst.

Erste Praxiserfahrung sammeln, sich persönlich weiterentwickeln und dabei noch etwas Sinnvolles tun: Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim DRK-Kreisverband Biberach e.V. bietet jungen Menschen genau diese Möglichkeit. Im Krankentransport und Rettungsdienst erleben sie den Arbeitsalltag hautnah – und wachsen dabei oft über sich hinaus. Vier aktive und ehemalige FSJler berichten, warum sie sich für diesen Weg entschieden haben.

Lena Armbruster (18) aus Uttenweiler absolviert seit Herbst ihr FSJ und ist vor allem auf der Rettungswache in Riedlingen im Einsatz. Insbesondere im Krankentransport aber auch in der Notfallrettung sammelt sie neue Erfahrungen: „Man hat mit ganz unterschiedlichen Patienten zu tun und lernt viel im Umgang mit ihnen.“ Schon während ihrer Schulzeit engagierte sie sich in einer Erste-Hilfe-AG, was sie schließlich zum FSJ führte. Besonders schätzt sie, dass sie Verantwortung übernehmen kann und darf.

Anna Aßfalg (19) aus Oggelsbeuren ist ebenfalls seit Herbst beim DRK Biberach tätig, hauptsächlich auf der Rettungswache in Biberach. Ihr Ziel ist ein Medizinstudium – das FSJ dient ihr als wertvolle Praxiserfahrung und kann angerechnet werden. „Jeder Tag ist anders und von Beginn an binden einen die Kolleginnen und Kollegen mit ein“, berichtet sie. Der Rettungssanitäter-Lehrgang vermittelt ihr Sicherheit im Alltag, während sie gleichzeitig viel von den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen lernt. Auch wenn der Einstieg herausfordernd sei, finde man sich schnell zurecht, erzählt sie.

Maximilian Berg (21) aus Biberach hat sein FSJ bereits hinter sich und befindet sich nun im zweiten Ausbildungsjahr zum Notfallsanitäter. Nach dem Abitur war er unsicher, welchen beruflichen Weg er einschlagen sollte. Eines war klar: „Ich wollte etwas machen, um Menschen zu helfen.“ Über Freunde wurde er auf das FSJ aufmerksam. Die dort gesammelten Erfahrungen hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass er sich für die Ausbildung beim DRK entschied. „Ich habe im FSJ bereits viel zugetraut bekommen und konnte Eigenverantwortung übernehmen“, sagt er. Etwas, dass ihm auch heute in der Ausbildung zugutekommt.

Annika Thömmes (24) aus Biberach blickt ebenfalls gerne auf ihr FSJ zurück und arbeitet bis heute in den Semesterferien als Rettungssanitäterin beim DRK. Vor Kurzem hat sie ihr Bachelorstudium „Global Responsibility and Leadership“ in den Niederlanden abgeschlossen und nutzt die Pause bis zum Start des Masterstudium „Global Health“, um erneut im Rettungsdienst zu unterstützen. Ihr FSJ in den Jahren 2021/2022 half ihr bei der Studienwahl: Ursprünglich zog sie ein Medizinstudium in Betracht, entschied sich nach praktischen Einblicken jedoch für einen anderen Weg. „Das FSJ bringt einen vor allem persönlich weiter“, betont sie. Neben fachlichen Kenntnissen habe sie insbesondere ihre sozialen Kompetenzen gestärkt.

Einigkeit herrscht unter allen: Offenheit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, keine Angst vor Verantwortung und Empathie sind entscheidende Voraussetzungen für ein FSJ beim DRK Biberach. Gleichzeitig entwickeln die Freiwilligen genau diese Fähigkeiten während ihres Einsatzes weiter. All das sind Kompetenzen, die in vielen Berufsfeldern gefragt sind.

Was erwartet mich beim FSJ?
Das Freiwillige Soziale Jahr dauert in der Regel zwischen sechs und 18 Monaten und richtet sich an die Altersgruppe zwischen 18 und 26 Jahren. Neben dem Einsatz im Krankentransport und im Rettungsdienst nehmen die Freiwilligen regelmäßig an Seminar- und Bildungstagen teil. Dort können sie sich austauschen, neue Kontakte knüpfen und wichtige Impulse für ihre persönliche und berufliche Entwicklung erhalten. Vor dem Start besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen einer Hospitation in den Arbeitsalltag hineinzuschnuppern. FSJler unterstützen den Rettungsdienst insbesondere im Krankentransport und teilweise auch in der Notfallrettung.

Weitere Informationen
Wer Interesse an einem FSJ beim DRK-Kreisverband Biberach hat, kann sich direkt informieren und bewerben. Ansprechpartner ist Dominik Luppold (E-Mail: dominik.luppold(at)drk-bc(dot)de, Telefon: 07351/1570-37). Bewerbungen sind auch online möglich.