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Bundesweiter Warntag am 10. September: Warnsysteme im Test

Eine Hand hält ein Smartphone mit einer WarnmeldungFoto: Adobe Stock/bongkarn

Zentrale Probewarnung soll Schwachstellen offenlegen.

Der Bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 10. September, zum sechsten Mal statt. Bund, Länder und Kommunen testen an diesem Tag gemeinsam ihre Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle.

Mit einer zentralen Probewarnung sollen mögliche Schwachstellen der Warnsysteme erkannt und anschließend behoben werden. Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Probewarnung aus. Diese wird an alle angeschlossenen Warnmultiplikatoren wie Rundfunk- und Fernsehsender, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps sowie „Cell Broadcast“ weitergeleitet. Auf diesem Weg erreicht die Warnung Millionen Menschen in Deutschland. 

Viele Kommunen testen zusätzlich ihre eigenen Warnmittel, beispielsweise Sirenen oder Lautsprecherwagen. Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung über die Warnkanäle und Endgeräte, über die zuvor auch die Warnung versendet wurde.

„Cell Broadcast“

Seit Februar 2023 ermöglicht „Cell Broadcast“ das Versenden von Warnnachrichten direkt auf mobile Endgeräte. Um die Warnungen zu empfangen, ist weder eine App noch eine Registrierung erforderlich. Das Handy oder Smartphone muss lediglich eingeschaltet sein und darf sich nicht im Flugmodus befinden.

Ältere Geräte können „Cell-Broadcast“-Nachrichten teilweise nicht empfangen. Unter www.bbk.bund.de/cellbroadcast informieren Mobilfunknetzbetreiber und Endgerätehersteller über die Einstellungsmöglichkeiten. Außerdem findet sich dort eine Liste der empfangsfähigen Geräte.

Warn-Apps

Auch verschiedene Warn-Apps sind an das Warnsystem angeschlossen, darunter „NINA“ und „KATWARN“.

Mit der Notfallinformations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz „NINA“, erhalten Nutzerinnen und Nutzer wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes zu unterschiedlichen Gefahrenlagen.

Die App „KATWARN“ wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt. Das Warnsystem übermittelt Warnungen offizieller Sicherheitsbehörden und Leitstellen in Deutschland direkt an die Smartphones der betroffenen Menschen vor Ort.

Bürgerbeteiligung über Online-Umfrage

Parallel zum Bundesweiten Warntag startet um 11 Uhr eine Online-Umfrage. Bürgerinnen und Bürger können darin ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Warnkanälen mitteilen.

Die Ergebnisse werden gemeinsam mit der technischen Auswertung für die Weiterentwicklung des Warnsystems genutzt. Eine Teilnahme ist bis zum 17. September möglich.

Hintergrund

Der Bundesweite Warntag findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Ziel ist es, die verschiedenen Warnsysteme in Deutschland zu testen und die Bevölkerung für das Thema Warnung und Eigenvorsorge zu sensibilisieren.