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13 neue Notfallsanitäter für den DRK-Kreisverband

Praxisanleiter Stefan Dangel, Ausbildungsleiter Jens Thoma, Landrat und DRK-Präsident, Mario Glaser, Ric Maier, Leonie Schulte, Linda Heckenberger, Lukas Mühlbauer, Saskia Knill, Luna Zürn, Luca Kraus, Georgios Papenfuß, Amelie Haug, Selina Simon, Maria Reischle, Luise Müllhofer, Jule Jooß, DRK-Geschäftsführer Rettungsdienst, Michael Mutschler, sowie Eva-Britta Wind, stellvertretende Präsidentin des DRK-Kreisverbands, und Peter Haug, DRK-Geschäftsführer Rotkreuzbereich (von links), freuen sich über das bestandene Staatsexamen.

Nach drei Jahren Ausbildung haben alle Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2023-2026 das Staatsexamen bestanden

13 Auszubildende des DRK-Kreisverbands Biberach haben ihre Ausbildung zur Notfallsanitäterin beziehungsweise zum Notfallsanitäter erfolgreich abgeschlossen. Bei der Abschlussfeier sind die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2023-2026 ausgezeichnet worden - alle 13 haben das Staatsexamen bestanden. Zwei weitere Auszubildende aus einem vorherigen Prüfungsdurchgang absolvierten erfolgreich ihre Wiederholungsprüfung. Damit haben erstmals seit 2019 wieder alle Auszubildenden des aktuellen Jahrgangs die staatliche Abschlussprüfung bestanden. Der Notendurchschnitt lag bei 2,7.

Eine der Absolventinnen ist Luise Müllhofer aus Biberach. Die 26-Jährige kam über ein Freiwilliges Soziales Jahr zum DRK, absolvierte anschließend die Ausbildung zur Rettungssanitäterin und nun zur Notfallsanitäterin. „Mir gefällt, dass man fachlich so breit aufgestellt ist und gleichzeitig direkt Menschen helfen kann“, sagte sie. 

Zum Rettungsdienst gehören dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen. Zu Müllhofers eindrücklichsten Einsätzen zählen Geburten. Belastend seien dagegen Einsätze nach Suiziden gewesen, insbesondere der Umgang mit den Angehörigen. „Man erlebt im Rettungsdienst sehr unterschiedliche Situationen“, sagt sie. „Man muss lernen, auch mit den schwierigen Momenten umzugehen.“ 

Für Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Biberach, markiert das Staatsexamen deshalb nicht nur das Ende der Ausbildungszeit. „Unsere Auszubildenden haben in den vergangenen drei Jahren viel gelernt und sich fachlich wie persönlich weiterentwickelt. Jetzt beginnt die Phase, in der sie das Gelernte als examinierte Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in ihrem Berufsalltag einsetzen.“ Im Rettungsdienst seien Menschen gefragt, die auch unter Zeitdruck sicher handeln und Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen könnten. 

Der DRK-Kreisverband setzt bei der Gewinnung dieser Fachkräfte auch auf die eigene Ausbildung. Rund 100 Bewerbungen gehen dafür jährlich ein. Insgesamt arbeiten inzwischen rund 350 Menschen im Rettungsdienst und Krankentransport beim DRK im Landkreis an sieben Rettungswachen und der Integrierten Leitstelle. 

Auch Mario Glaser, Landrat und Präsident des DRK-Kreisverbands Biberach, verwies bei der Feier auf die Verantwortung, die mit dem Beruf verbunden ist. Die Absolventinnen und Absolventen hätten gelernt, medizinisches Wissen auch in kritischen Situationen anzuwenden und handlungsfähig zu bleiben. „Sie halten heute nicht nur einen Nachweis in den Händen, sondern auch die Anerkennung dafür, dass sie ihr Wissen künftig in den Dienst der Menschen stellen“, sagte Glaser. 

Unter den Gästen waren auch die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler (CDU) und Anja Reinalter (Bündnis 90/Die Grünen). Beide hoben die menschliche Seite des Berufs hervor: Dahler verwies darauf, dass Menschen im Rettungsdienst neben medizinischer Versorgung auch menschliche Unterstützung benötigen. Reinalter betonte, dass die Bereitschaft zu helfen nicht selbstverständlich sei und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Freude an der Arbeit wichtige Begleiter im Berufsalltag seien.

Maria Reischle und Luise Müllhofer blickten als Vertreterinnen des Jahrgangs auf die vergangenen drei Jahre zurück. Die Gruppe sei im Laufe der Ausbildung zusammengewachsen. Neben Fachwissen und praktischen Fertigkeiten habe auch der Umgang mit Fehlern und Verantwortung eine wichtige Rolle gespielt. „Wir müssen nicht perfekt sein, sondern aus unseren Fehlern lernen und Verantwortung übernehmen“, lautete eine ihrer Botschaften. Das will Luise Müllhofer auch in Zukunft – für sie geht es nach dem Staatsexamen direkt weiter: Sie bleibt dem DRK-Kreisverband Biberach nämlich erhalten. Auch die anderen Absolventen konnten übernommen werden.