Neun Jugendleiterinnen und Jugendleiter der Rotkreuz-Jugendgruppen aus Bad Schussenried, Riedlingen, Biberach, Schemmerhofen und Ochsenhausen haben an einer Fortbildung anlässlich der Jugendleiter-Card (Juleica) beim DRK-Kreisverband Biberach teilgenommen.
Die Juleica ist der bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeitende in der Jugendarbeit. Sie dient als Legitimation und Qualifikationsnachweis und steht zugleich für gesellschaftliche Anerkennung des Engagements. Um die Karte zu verlängern, müssen innerhalb von drei Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens acht Stunden besucht werden.
Die Schulung in Biberach griff zwei zentrale Themen für die Arbeit in den Jugendgruppen auf. Den Auftakt machte Benjamin Kolesch, Polizeihauptkommissar beim Polizeipräsidium Ulm, mit einem Vortrag zur Prävention von Mediengefahren. Dabei ging es unter anderem um Risiken im Umgang mit sozialen Medien und um Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche dafür zu sensibilisieren.
Im zweiten Teil vermittelte Manfred Rommel, Kreisausbildungsleiter des DRK-Kreisverbands Biberach, unter dem Titel „Erste Hilfe – kinderleicht“ praxisnahe Methoden für die Gruppenarbeit. „Erste Hilfe sollte altersgerecht und spielerisch vermittelt werden, damit Kinder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und im Notfall handeln können“, sagte Manfred Rommel.
Die Teilnehmenden arbeiteten in Kleingruppen und entwickelten eigene Ansätze, wie Themen wie Schock oder Verbandsmaterial verständlich erklärt werden können. So kann ein Schock beispielsweise bildlich dargestellt werden, während sich Verbandsmaterial spielerisch über ein Puzzle oder durch Ertasten erschließen lässt. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang zu Erste-Hilfe-Themen zu erleichtern.
Auch Kreisjugendleiterin Yvonne Völkle, die selbst eine Jugendgruppe in Ochsenhausen betreut, sieht einen großen Nutzen in solchen Fortbildungen: „Die Inhalte lassen sich direkt in die Gruppenstunden übertragen. Das bringt uns im Alltag weiter und hilft, die Themen lebendig zu gestalten.“ In ihrer Gruppe betreut sie regelmäßig rund 14 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, die sich alle zwei Wochen treffen. Neben Erste-Hilfe-Wissen stehen dabei auch Spiel, Gemeinschaft und soziales Lernen im Mittelpunkt. Ergänzend sind gemeinsame Übungstage mit der Bereitschaft geplant, um den Übergang vom Jugendrotkreuz in den aktiven Dienst weiter zu stärken.
Mit der Fortbildung erhielten die Teilnehmenden konkrete Impulse für ihre Gruppenstunden und konnten neue Methoden direkt für die Praxis mitnehmen.








