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IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
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Ertüchtigung der Leitstelle Biberach schreitet voran

Die Integrierte Leitstelle Biberach wird für rund 1,8 Millionen Euro modernisiert. Landrat Dr. Heiko Schmid, DRK-Präsident Peter Schneider sowie Hans-Joachim Seuferlein als stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach kamen vorbei, um sich über den Umbau im laufenden Betrieb zu informieren.

Ein nicht alltäglicher Zustand herrscht derzeit im Rot-Kreuz-Weg 28 in Biberach: In der Integrierten Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) läuft der Betrieb weiter, während sich die Handwerker die Türklinke in die Hand geben. Kartonagen stapeln sich, Kabel werden verlegt, Fachleute installieren Klimatechnik und Server. Parallel werden in die neuen Systeme Daten eingegeben. Etwa 1,8 Millionen Euro werden derzeit investiert, um die Integrierte Leitstelle mit modernster Technik fit für die Zukunft zu machen. Die Kosten werden hälftig zwischen dem Landkreis und dem DRK bzw. den Krankenkassen geteilt. Im April dieses Jahres soll der Umbau fertig sein.

Der Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid kam gemeinsam mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, Hans-Joachim Seuferlein, sowie dem Präsidenten des DRK-Kreisverbands, Peter Schneider. Sie informierten sich, wie die Bauarbeiten vorankommen und ließen sich die zentralen Neuerungen des Systems zeigen. Landrat Schmid sieht die Integrierte Leitstelle als das „Herzstück der Hilfeleistung im Landkreis – sie muss funktionieren!“ Mit den Fortschritten auf der Baustelle waren die Besucher zufrieden: „Ich bin froh, dass wir dieses Projekt jetzt anpacken konnten und dass die Realisierung auch in so kurzer Zeit machbar ist“, so Schmid.

Tatsächlich hat die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landkreis Biberach ein komplexes Aufgaben-Spektrum. Wann immer jemand Hilfe braucht und den Notruf 112 wählt, klingelt hier das Telefon. Die Mitarbeiter der Leitstelle starten, leiten und lenken alle Hilfs- und Rettungsmaßnahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im Kreis. Auch die Krankentransporte werden hier über die Rufnummer 07351 19222 koordiniert. Am Wochenende wird zudem des Kassenärztliche Notdienst abgewickelt. Hierzu müssen die Bürger die Rufnummer 116117 wählen.

Die letzte umfassende technische Erneuerung der Leitstelle liegt schon länger zurück, so Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK. Seither hat sich die Technik weiterentwickelt – entsprechend umfangreich sind die Veränderungen heute. Eine besonders auffällige Neuerung ist eine Medienwand zur Visualisierung verschiedener Einsatzszenarien. Zukünftig können beispielsweise Lagebilder direkt von der Einsatzstelle in die Leitstelle übertragen und für die Disponennten übersichtlich dargestellt werden. Für DRK-Präsident Peter Schneider steht fest: „Wenn es um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Biberach geht, darf es keine Kompromisse geben.“

Nicht zuletzt ist die ILS Biberach dann auch für die Einrichtung des Digitalfunks ertüchtigt, sodass Fahrzeuge des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes angebunden werden können.

Die Leitstelle Biberach war die erste Leitstelle in Baden-Württemberg, welche bereits 1976 als Integrierte Leitstelle arbeitete: Ein Mitarbeiter bedient<s>e</s> gleichermaßen die Bereiche Rettungsdienst und Feuerwehr. Die personelle Trennung von Rettungsdienst und Feuerwehr, wie sie heute noch in vielen Leitstellen praktiziert und allmählich abgeschafft wird, gibt es im Landkreis Biberach also seit 42 Jahren nicht mehr. Die Ursprünge der Biberacher Leitstelle waren in der DRK-Unterkunft in der Riedlinger Straße. Spätere Station war das Kellergeschoss des Krankenhaus-Altbaus in Biberach. Seit 1999 befindet sie sich im Biberacher DRK-Zentrum.

31. Januar 2019 15:46 Uhr. Alter: 13 Tage