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15 neue Juniorhelfer in Schemmerberg

Während der Pausen leisten die Junior-Schulsanitäter Erste Hilfe und versorgen kleine Verletzungen ihrer Schulkameraden: Nun wurden 15 Schüler für ihren bisherigen Einsatz gelobt und mit Urkunden geehrt. In der Schul-AG werden die Grundschüler spielerisch, theoretisch und praktisch an die Grundlagen der Ersten Hilfe herangeführt. Seit Anfang des Schuljahrs, treffen sich die neun Jungen und sechs Mädchen der dritten und vierten Klasse der Grundschule Schemmerberg immer Montagnachmittag, um sich mit Maßnahmen der Ersten Hilfe auseinanderzusetzen.

„Für unsere Schule sind die Juniorhelfer sehr wichtig, denn in jeder Pause kann etwas passieren“, sagt Schulleiterin Andrea Jeutter. „Die Juniorhelfer nehmen uns Lehrern viel Arbeit ab und leisten einen großen Beitrag für ein gutes Schulklima.“ Dabei würden sich die Schüler gegenseitig Gutes tun und lernen, wie sie in einem Ernstfall auch außerhalb der Schule reagieren könnten.

Stabile Seitenlage

Anhand von zwei gespielten Fallbeispielen zeigen die jungen Ersthelfer, was sie schon gelernt haben. Sorgfältig legen sie einen Kopfverband bei einer Platzwunde an oder bringen eine ohnmächtige Mitschülerin in die stabile Seitenlage.

„Wahnsinn, was ihr schon gelernt habt“, sagt Manfred Rommel, Koordinator der Schul- und Jugendarbeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). In der Rettungskette seien sie als Ersthelfer wichtiges Bindeglied, denn wenn diese zögern würden, stocke die gesamte Kette. Deshalb sei er froh, dass wieder 15 Schüler im Landkreis dazukommen, die bei dem Schulsänitätsprojekt dabei sind. „Ich bin auch nicht mit leeren Händen gekommen“, sagt Rommel und übergibt den Schülern einen Erste-Hilfe-Rucksack und eine passende Warnweste mit dem Juniorhelfer-Symbol.

„Auch jetzt sind wir noch nicht fertig, immer montags treffen wir uns weiterhin“, sagt Lehrerin Manuela Ege. Sie ist seit zwölf Jahren selbst beim DRK und hat in der Grundschule Schemmerhofen bereits eine „Schulsani-AG“ gegründet. „Je früher junge Schüler an die Erste Hilfe herangeführt werden, desto mehr Hemmschwellen und Ängste werden abgebaut.“ Das sei wichtig, denn schon die Grundschüler könnten lernen, wie sie in Notfällen richtig und präventiv handeln könnten. „Viele Menschen haben Angst, etwas falsch zu machen, und leisten deshalb keine Erste Hilfe. Unsere Schüler haben bewiesen, dass sie nicht zu dieser Gruppe Menschen gehören, sondern motiviert und selbstbewusst handeln.“

Viertklässlerin Kiara Kisselmann macht mit, „weil es Spaß macht und ich anderen gerne helfe“. Bisher habe sie noch keinen eigenen Einsatz gehabt – zum Glück. „Am besten hat mir bisher das Anlegen des Kopfverbands gefallen, weil ich das auch gut kann.“ Die anderen Schüler hängen Botschaften auf, weshalb sie gerne Schulsanitäter sind: weil sie ihre Lehrer unterstützen, etwas lernen, helfen und gemeinsam Spaß haben wollen. Auch Raphaela Damal hat sich für die Schulsanis entschieden. „Es ist ein schönes Hobby und ich fühle mich jetzt gut vorbereitet, falls etwas passiert“, sagt sie. Auch im nächsten Jahr will die Drittklässlerin bei den Juniorhelfern mitmachen.

Quelle: schwäbische.de

13. Februar 2019 16:27 Uhr. Alter: 98 Tage