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IM NOTFALL

NOTRUF 112
Integrierte Leitstelle (ILS)
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Europäischer Tag des Notrufs am 11.2.: 2018 erneut mehr Einsätze in der Notfallrettung

Am Anfang einer schnellen Rettung von Menschen steht eine schnelle und zielgerichtete Alarmierung. Dies gelingt, wenn die Notrufnummer „112“ überall in der Bevölkerung bekannt ist. Darauf weist das Rote Kreuz und die Feuerwehr anlässlich des europäischen Tages des Notrufs am 11.2. hin. Die Integrierte Leitstelle Biberach disponierte im vergangenen Jahr rund 18.500 rettungsdienstliche Notfalleinsätze und rund 2.100 Einsätze der Feuerwehr.

Werben gemeinsam für den Notruf 112: Die beiden DRK-Geschäftsführer Peter Haug und Michael Mutschler, Eugen Layer von der Feuerwehr, der stv. DRK-Rettungsdienstleiter Andreas Braungardt, Edgar Quade als Leiter der Integrierten Leitstelle sowie Florian Retsch als stv. Kreisbrandmeister. (v.l.n.r.)

„Egal ob Rotes Kreuz, Feuerwehr oder Polizei. Alle Rettungsdienste haben das Ziel, so schnell wie nur möglich zu helfen“, so der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Biberach, Michael Mutschler, anlässlich des „Tages des Notrufs“ am 11. Februar. Die Grundlage für eine schnelle Hilfe ist, dass die Notrufnummer 112 überall bekannt ist, so Mutschler. Um in minutenschnelle der Bevölkerung zu helfen, setzt allein das Rote Kreuz im Landkreis Biberach an acht Rettungswachen bis zu neun Rettungswagen und vier Notarzteinsatzfahrzeuge ein. Zusätzlich wurde zum 1. Januar 2018 am Standort der DRK-Rettungswache Biberach tagsüber ein weiterer Rettungswagen in Betrieb genommen und in Ummendorf eine Behelfsrettungswache eingerichtet.

Über die Nummer 112 können in allen EU-Staaten Notrufe kostenlos sowohl von Festnetzanschlüssen als auch von Mobiltelefonen abgesetzt werden. Mobilfunknutzer in Deutschland können auch dann einen Notruf absetzen, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist. In diesem Fall wird der Notruf automatisiert über ein verfügbares Fremdnetz geleitet. In diesem Zusammenhang weist das DRK auch auf die Nutzung der Rufnummern 07351 19222 zur Anforderung von Leistungen im Krankentransport hin. Am Wochenende und außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzte ist der ärztliche Notdienst über die Rufnummer 116117 zu erreichen.

Auch für Florian Retsch, stellvertretender Kreisbrandmeister im Landkreis Biberach, ist es wichtig, dass sich die Rufnummer im Gedächtnis der Bevölkerung einprägt. Daher ist es ihm ein Anliegen, dass bereits im Kindesalter auf den richtigen Gebrauch der Notrufnummer 112 hingewiesen wird. Auch Kinder, so Retsch, könnten qualifizierte Notrufe absetzen.  Auch das DRK wirkt durch seine Schulsanitätsdienst- und Jugendarbeit darauf hin, dass Kinder und Jugendliche das richtige Verhalten in Notfallsituationen so früh als möglich lernen.

Rettungskräfte weisen auch auf Bedeutung von Ersthelfern hin

Zeitgleich zu den Einsatzkräften von Rettungsdienst und Feuerwehr werden durch die Integrierte Leitstelle in Biberach „Helfer vor Ort“ alarmiert, welche die Zeit bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes überbrücken. Aber auch die direkte Erste Hilfe durch Laienhelfer ist von großer Bedeutung.     

Auf Grundlage einer Strukturierten Notrufabfrage kann der Disponent in der Leitstelle die richtigen Fragen stellen und die Ersthelfer vor Ort bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen anleiten und begleiten. Unerlässlich sind aber auch Grundkenntnisse in Erste Hilfe: „Ein Rotkreuzkurs dauert einen Tag, kann aber unter Umständen ein ganzes Leben retten.“ sagt DRK-Geschäftsführer Peter Haug.

Ein weiteres Anliegen: Damit die Retter schnell zum Einsatzort kommen können, sollte jeder Autofahrer auch die Regel der Rettungsgasse kennen: Fahrzeuge auf der linken Spur nach links ausweichen, Fahrzeuge auf den anderen Spuren nach rechts – dann kommen die Rettungsfahrzeuge schnell voran.

11. Februar 2019 06:00 Uhr. Alter: 60 Tage